April 14, 2022

Die 10 Besten Open-Source-E-Commerce-Plattformen im Jahr 2022

Wir wissen, dass es im Bereich E-Commerce sehr schwierig ist, sich nicht von den verschiedenen Fragen verwirren zu lassen. Deshalb haben wir beschlossen, unser Wissen mit Ihnen zu teilen und Ihnen umfassende Informationen über die beliebtesten Open-Source-E-Commerce-Plattformen zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass Sie jetzt leicht das beste CMS für Sie und Ihren Online-Shop auswählen können.

E-Commerce entwickelt sich in rasantem Tempo. Statistiken zufolge macht der elektronische Handel inzwischen 19 % des Welthandels aus. Die wachsende Beliebtheit des Online-Shoppings zwingt die Anbieter von Waren oder Dienstleistungen, diesen Bereich aktiv zu erforschen. Doch wo sollte man bei der Ecommerce-Website-Entwicklung beginnen? Wie hoch sind die Kosten? Und welche Feinheiten sind bei der CMS-Entwicklung ↗ zu beachten?

Um all diese Fragen zu beantworten, muss zunächst geklärt werden, wie man die richtige Plattform für ein Online-Geschäft auswählt. In diesem Artikel möchten wir Sie über die wichtigsten Vor- und Nachteile von Open-Source-Plattformen informieren sowie die besten von ihnen vorstellen.

Was ist Open Source eigentlich?

Eine Open-Source-Plattform stellt ein System dar, dessen Quellcode für Endbenutzer legal zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass es jedem Nutzer freisteht, den Open Source Code zu verwenden sowie Änderungen vorzunehmen, ohne die Rechte der Plattformbesitzer oder Entwickler zu verletzen.

Vorteile

▪  Verlässlichkeit und Qualität

Eine große Anzahl von Entwicklern weltweit arbeitet an Open-Source-Projekten. Das bedeutet, dass die Software ständig verbessert wird, und dass eventuelle Fehler sofort erkannt und behoben werden.

▪  Aktive Community

Die Open-Source-Plattformen verfügen in den meisten Fällen über ihre eigenen Communities. Das sind Entwicklerteams, die an der Funktionalität und der Benutzerfreundlichkeit des Systems arbeiten sowie bei der Lösung technischer Probleme helfen können.

▪  Einsparung von Entwicklungszeit und -kosten

Open-Source-Plattformen werden kostenlos oder zu einem niedrigeren Preis angeboten, insbesondere im Vergleich zu den proprietären Plattformen. Außerdem sparen sie Zeit, da die Nutzer ihre Projekte nicht bei Nullpunkt beginnen müssen - es gibt viele vorgefertigte Templates und Funktionen.

▪  Einfacher Anpassungsprozess

Open-Source-Software lässt sich in der Regel leicht an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Da der Code offen ist, kann jeder Entwickler die notwendigen Änderungen vornehmen, um die Website anzupassen.

▪  Transparenz

Solange der Code offen ist, sind alle vorgenommenen Änderungen und Modifikationen klar und transparent.

Neben den offensichtlichen Vorteilen verfügen Open Source Online-Shop-Systeme auch über einige Nachteile.

Nachteile

▪  Ein leichtes Ziel für Angreifer

Das Wesen von Open-Source-Software besteht darin, dass der Code für die ganze Welt öffentlich zugänglich ist, so dass jeder Nutzer Änderungen daran vornehmen kann. In den meisten Fällen handelt es sich um große Enthusiasten, deren Hauptziel die Verbesserung des Systems und der Software ist. Aber die Welt ist auch voll von unehrlichen Menschen. Manchmal können solche Leute absichtlich Fehler verursachen, Software mit Viren infizieren oder sogar persönliche Daten stehlen, einfach weil sie es können. Zum Glück aber passiert das nur selten.

▪  Keine umfassende technische Unterstützung

In den meisten Fällen gibt es für Open-Source-Plattformen keine andere technische Unterstützung als die, die von der Community geleistet wird. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die von Ihnen gemeldete Frage oder das Problem sofort behoben wird.

Die besten Open-Source-E-Commerce-Plattformen

Es gibt viele Open-Source-E-Commerce-Plattformen, die sich voneinander unterscheiden. Daher kann die Wahl des richtigen CMS nicht ohne sorgfältige Analyse erfolgen. Damit Sie eine kluge Entscheidung treffen können, stellen wir Ihnen einige Beispiele der besten Open-Source-E-Commerce-Plattformen sowie deren Vor- und Nachteile vor.

1.  Magento

Diese E-Commerce-Plattform ist wahrscheinlich eine der beliebtesten, wenn es um die Einrichtung eines Online-Shops geht. Sie verfügt über zahlreiche Funktionen, darunter eine Vielzahl von Marketing-Tools zur Umsatzsteigerung sowie Unterstützung für mehrere Sprachen und mehrere Währungen. All das bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten sowohl für Käufer (Produkte bewerten, Wunschlisten erstellen usw.) als auch für Website-Verwalter (Berichte erstellen, den Warenkorb verwalten, Käufe und Bewertungen verfolgen usw.).

Magento ist jedoch eher für die Erstellung großer Online-Shops geeignet. Wenn Sie also ein kleines Geschäft eröffnen möchten, kann dieses CMS ziemlich teuer erscheinen. Außerdem kann sie in manchen Fällen für unerfahrene Nutzer zu kompliziert sein, da nur Fachleute diese Plattform richtig installieren und konfigurieren können.

2. PrestaShop

PrestaShop ist eine Plattform, die über zahlreiche Tools zur Erstellung von E-Commerce-Shops sowie zur Verwaltung von Blogs und statischen Webseiten verfügt. So können Sie Blogs als zusätzliche Site-Promotion nutzen, während sich statische Webseiten gut für Landing-Prozesse eignen. Ein weiterer Vorteil der Plattform ist der gut strukturierte und leicht modifizierbare Warenkatalog, der den Kunden eine reibungslose Navigation durch den Shop ermöglicht und von den Shopbetreibern problemlos angepasst werden kann. Und dank der Multicurrency-Funktion ist PrestaShop auch für den internationalen Handel geeignet.

Was die Nachteile der Plattform betrifft, so ist die kostenlose Basisversion eher begrenzt. Sie verfügt nur über grundlegende Tools zur Vertriebsverwaltung sowie kostenlose Templates. Um weitere Funktionen und Templates zu erhalten, müssen Sie die erforderlichen Module und Tools erwerben.

3. WooCommerce

Wenn Sie ein Fan von WordPress sind, ist WooCommerce das richtige CMS für Sie. Es verfügt über eine einfache und benutzerfreundliche Schnittstelle, so dass keine besonderen Kenntnisse erforderlich sind, um einen Online-Shop zu starten und zu verwalten. Nach der Aktivierung erscheinen alle Hauptseiten ("Shop", "Warenkorb", "Mein Profil" usw.) sofort auf Ihrer Website. Es müssen nur noch die Shop-Parameter eingestellt, das Layout bearbeitet sowie der Katalog mit Waren gefüllt werden. Und mit der integrierten Analysefunktion können Sie die meistverkauften Produkte sehen und sich einen Überblick über die häufigsten Käufer verschaffen.

Um die Möglichkeiten der Plattform optimal zu nutzen, müssen Sie jedoch bereit sein, weiter zu investieren, denn mit dem Wachstum Ihres Shops steigen auch Ihre Kosten.

4. OpenCart

OpenCart bietet seinen Nutzern zahlreiche Tools für die Shop-Verwaltung. So können Website-Verwalter beispielsweise Bestellungen mit dem Status, Liefer- und Zahlungsdetails verfolgen, leicht auf die Kaufhistorie der Kunden zugreifen, Waren nach Kategorien sortieren usw. Darüber hinaus ist die Zahlung sicher und kann über eine Vielzahl von Gateways (von über zwanzig, einschließlich FedEx und PayPal) erfolgen.

Es ist zu beachten, dass OpenCart ausschließlich auf die Entwicklung von Online-Shops ausgerichtet ist. Die Nutzer haben keine Möglichkeit, Blogs oder Chatrooms einzurichten, was einerseits ein Nachteil, andererseits aber auch ein Vorteil sein kann, da das System nicht mit unnötigen Funktionen überfrachtet ist.

5. Drupal

Drupal ist eine der leistungsfähigsten und funktionellsten E-Commerce-Plattformen der Welt. Im Vergleich zu anderen Plattformen, die im Wesentlichen Content Management Systeme darstellen, ist diese Plattform eher ein CMF (Content Management Framework). Das bedeutet, dass es den Nutzern ein fertiges Gerüst für die Entwicklung komplexer Anwendungen, Websites usw. bietet. Auf Basis dieser Plattform kann also jede Art von Website erstellt werden, von einem Blog bis zu einem Online-Shop.

Eines der Hauptmerkmale von Drupal ist, dass die Plattform ursprünglich für den professionellen Einsatz entwickelt wurde. Aus diesem Grund funktioniert das System reibungslos und stabil, insbesondere bei großen Datenbanken. Die Plattform ist mit allen Servertechnologien kompatibel und verfügt über ein integriertes Caching-System. Diese Konzentration auf professionelle Entwickler kann jedoch auch als Nachteil angesehen werden, da die Nutzung der Plattform spezielle technische Kenntnisse erfordert.

6. Joomla

Joomla ist ein weiteres beliebtes und häufig verwendetes CMS. Das System ist benutzerfreundlich und kostenlos, so dass es von Anfängern und Profis gleichermaßen genutzt werden kann. Dank seiner Vielseitigkeit wählen die Nutzer Joomla für die Erstellung einer Corporate Website, eines Blogs oder eines Online-Shops mit einem breiten Warensortiment. Die Einrichtung und Gestaltung einer attraktiven und einprägsamen Website ist recht einfach. Viele verschiedene Templates, die mit diesem System kompatibel sind (sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose), können aus dem Internet heruntergeladen werden. Sie haben also die Möglichkeit, ein vorhandenes Design zu verwenden oder ein eigenes zu entwerfen.

Der größte Nachteil der Plattform ist die Inkompatibilität der Joomla-Versionen. Fast jede Systemaktualisierung kann dazu führen, dass einige Erweiterungen oder Templates nicht mehr funktionieren. Ein weiterer Nachteil ist die fehlende technische Unterstützung von Joomla. Da die Plattform kostenlos ist, gibt es für die Nutzer keine Möglichkeit, Hilfe von diesem CMS zu erhalten. Das Internet ist jedoch voll von verschiedenen Communities und Experten, die Sie in bestimmten Fragen beraten können.

7. osCommerce

Dieses kostenlose CMS ist bei Nutzern und Entwicklern sehr beliebt. Dank zahlreicher integrierter Templates und einer breiten Palette von Erweiterungen können osCommerce-Benutzer ihre Online-Shops leicht anpassen und verwalten. Der Installationsprozess ist ebenfalls recht einfach. Das System ist nicht nur für Entwickler, sondern auch für die Besucher des Online-Shops benutzerfreundlich. So können sie beispielsweise Bestellungen machen, ohne sich zu registrieren, die Kaufhistorie einsehen, mehrere Lieferadressen hinzufügen usw. ​

Ein wesentlicher Nachteil dieses CMS ist jedoch, dass es heute viele andere Open-Source-Plattformen gibt, die osCommerce in Bezug auf Software-Updates und Design überlegen sind.

8. BigCommerce

Eine der bekanntesten Open-Source-E-Commerce-Plattformen ist BigCommerce. Sie ermöglicht den Nutzern, ihre eigenen Online-Shops zu erstellen und zu gestalten, ohne spezielle Kenntnisse in Entwicklung, Design oder Programmierung zu haben. Unter den Marketingfunktionen sticht das automatisierte E-Mail-Marketing hervor. Die Nutzer können damit ihre Kunden zu weiteren Käufen motivieren (z. B. mit einem Rabatt oder einem Sonderangebot). Was die Gestaltung betrifft, so stehen unerfahrenen Nutzern integrierte Templates und vorgefertigte Elemente zur Verfügung. Professionelle Webdesigner hingegen können mit speziellen Tools etwas Einzigartiges und Auffallendes schaffen.

Einer der Nachteile von BigCommerce ist die eingeschränkte Kontrolle über den Online-Shop. Die Nutzer können nur die im System verfügbaren Tools anwenden. Außerdem ist dieses CMS nur für fünfzehn Tage kostenlos, danach müssen Sie sich für einen von drei Preisplänen entscheiden.

9. Zen Cart

Zen Cart ist eine leistungsstarke und funktionelle E-Commerce-Plattform. Hier stehen den Nutzern zahlreiche Funktionen zur Verfügung, vom grundlegenden Warenmanagement (Klasseneinteilung, Bestandsaufnahme) bis hin zu Marketing-Tools. Die Plattform bietet kostenlose Basis-Templates sowie Tools zur Analyse und Überwachung der Performance von Online-Shops in allen Details. Zu den weiteren Vorteilen der Plattform gehören die Mehrsprachigkeit sowie eine große Auswahl an Zahlungsgateways.

Allerdings hat Zen Cart auch einige Nachteile. Einer davon besteht darin, dass das System bei großen Mengen an Waren langsam funktioniert. Wenn Sie also planen, Ihren Online-Shop in Zukunft zu erweitern, ist Zen Cart nicht die richtige Plattform für Sie.

10. Wix Ecommerce

Wix ist eine weitere Plattform, die speziell für den elektronischen Handel entwickelt wurde. Mit einer riesigen Bibliothek von Templates sowie einer großen Anzahl von Modulen eignet sie sich hervorragend für die Erstellung hochwertiger Websites und deren Anpassung. Die umfassende Unterstützung ist ein weiterer erwähnenswerter Vorteil von Wix. Und es geht nicht nur um die technischen Fragen. Bereits bei der Registrierung unterstützt das System die Nutzer Tipps und Empfehlungen.

Zu den Nachteilen von Wix ist anzumerken, dass die kostenlose Version in ihren Funktionen eingeschränkt ist. Wenn man einen Online-Shop einrichten möchte, muss man mindestens einen Standardtarif erwerben (ohne diesen sind keine Transaktionen möglich). Außerdem kann eine mit Wix erstellte Website nicht an einen anderen Host übertragen werden. Sollten die Nutzer aus irgendeinem Grund beschließen, die Plattform zu wechseln, haben sie diese Möglichkeit nicht, da sie dann sofort Gefahr laufen, ihre Website zu verlieren.

Veröffentlicht von Ester